Chronik der Burgfestspiele

Aus Archiv des LTO und der Stadtbühne Vohenstrauß
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Bühne macht Schule.

Jürgen Weixelbaum+
Die Quellen der Stadtbühne liegen in der Vohenstraußer Realschule. In den Jahren 1966 bis 1981 begeisterte der Lehrer Jürgen Weixelbaum mit anspruchsvollen Schultheater nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Jugendlichen auf der Bühne. Dem Schultheater entwachsen gründeten 1976 einige ehemalige Schüler unter dem Dach der Volkshochschule eine Laienspielgruppe - später bekannt als "Volksbühne Vohenstrauß". Das erste Stück, das damals aufgeführt wurde, war "Fröhliche Weihnachten Mr. Scrooge". Später wurden dann Stücke von Thoma und Lustspiele von Arnold/Bach sowie Boulevardkomödien inszeniert. Den künstlerischen Durchbruch brachte das Stück "Arsen und Spitzenhäubchen" von Josef Kesselring. Die Aufführungen fanden in der Stadthalle in Vohenstrauß statt.

Bühne macht Erfolge.

Im Jahr 1982 baten Vertreter der Gemeinde Leuchtenberg die Schauspieltruppe im inneren Hof der Burgruine ein Theaterstück aufzuführen. Als erste Inszenierung wurde "Der Geizige" von Molière auf die Bühne gebracht. Im Herbst des Jahres: Gründung des Theatervereins "Stadtbühne Vohenstrauß e.V.". Aus dem Gastspiel erwuchs unter Federführung von Intendant Josef Pausch eines der größten und erfolgreichsten Amateurtheater Deutschlands. Die Zahl der Inszenierungen stieg, Musiktheater löste ungebrochene Begeisterung aus und rund 500.000 Besucher kamen bis heute "auf die Burg". Die ehemals reine Laienbühne wurde zum zweitgrößten Theater der Oberpfalz und verfügt heute über eine semiprofessionelle Führung.

Bühne macht Leute.

Das auf 180 Mitwirkende angewachsene Ensemble aus Profis und Laien zählt mit jährlich mindestens 8 Inszenierungen und rund 30.000 Zuschauern in weit über 100 Vorstellungen zu den größten privaten Theatern Deutschlands

Burgfestspiele seit 1982 - Zahlen und Fakten

Josef Pausch+
  • 1982: Erste Inszenierung auf Burg Leuchtenberg – Gründung des Trägervereins Stadtbühne Vohenstrauß
  • 1985: Erweiterung von einer auf drei Inszenierungen pro Saison -- Aufnahme eines Kinderstücks in das Repertoire
  • 1993: Anschaffung einer neuen Zuschauertribüne und Überdachung verbunden mit dem Umzug des Spielorts vor die Burgkapelle
  • 1996: Erweiterung von drei auf fünf Inszenierungen pro Saison, Aufnahme eines Musicals in das Repertoire
  • 1997: Erwerb der ehemaligen Jugendherberge Leuchtenberg und Nutzung als Kostümfundus, Vorverkaufsbüro, Probenraum usw. Das Haus erhält den Namen "Theaterschmiede"
  • 1999: Neben der Burgruine Leuchtenberg wird das Schloss Friedrichsburg in Vohenstrauß als zweiter Spielort der Burgfestspiele Leuchtenberg aufgenommen -- Christian Höllerer wird neuer Vorsitzender
  • 2002: Erwerb einer eigenen Lagerhalle für Bühnenteile und Requisiten in Vohenstrauß, in der auch Probenräume eingerichtet werden.
  • 2003: Christian Hofmann wird neuer Vorsitzender -- Erstmals sechs Inszenierungen bei den Burgfestspielen -- Intendant Josef Pausch, die "Seele der Burgfestspiele" und Mitbegründer der Stadtbühne (Foto rechts), verstirbt völlig überraschend kurz vor der Premiere des Musicals "Linie 1". Drei Monate später wählen die Mitglieder der Stadtbühne Matthias Winter zum neuen Intendanten
  • 2005: Erstmals ein Herbstspielplan (in der Regionalbibliothek Weiden) -- Auf Burg Leuchtenberg geht die Ära des Rittersaals als Künstlerumkleide zu Ende. Der bayerische Kultusminister Schneider eröffnet die neu gebaute Umkleide im äußeren Burghof -- Ende Juli richtet ein schweres Unwetter verheerende Schäden an der Burg Leuchtenberg an. Das Musical "Fame" muss eine Woche vor der Premiere in die Stadthalle Vohenstrauß umziehen -- Im Herbst wird Veronika Ostermeier neue Vorsitzende
  • 2006: Erstmals seit 2003 wieder eine Inszenierung in der Friedrichsburg Vohenstrauß. Zwei Jahre lang war dies wegen der Sanierungsarbeiten nicht möglich -- Das Musical zieht endgültig in die Stadthalle Vohenstrauß
  • 2007: 25 Jahre Burgfestspiele Leuchtenberg. Im Mai wird dieses Jubiläum mit dem "1. Ostbayerischen Festspielspektakel" auf der Burg gebührend gefeiert. Theatergruppen aus ganz Ostbayern präsentieren dabei ihre aktuellen Stücke -- Christian Hofmann wird erneut erster Vorsitzender der Stadtbühne Vohenstrauß -- Mit "3165 – Monolog eines Henkers" erteilt die Stadtbühne Vohenstrauß zum ersten Mal einen Stückauftrag an einen regionalen Autor und landet mit der Uraufführung einen überregionalen Erfolg. In Zusammenarbeit mit dem Lohrbär-Verlag entsteht ein Hörspiel.
  • 2008: Erstmals gibt es zwei Spielzeiten, präsentiert in zwei Spielplänen: Sommerspielzeit (Mai bis August) und Winterspielzeit (September bis April)
  • 2009: Weichenstellung zum "Landestheater Oberpfalz" - Reinhard Kausler wird am 16. Dezember neuer Vorsitzender der Stadtbühne Vohenstrauß.
  • 2010: Das neu gegründete "Landestheater Oberpfalz", eine Tochtergesellschaft der Stadtbühne Vohenstrauß, übernimmt die Ausrichtung der Burgfestspiele Leuchtenberg -- Mit dem Musical Xanadu gelingt es dem LTO, eine Europapremiere auf die Bühne zu bringen.
  • 2012: Reinhard Kausler wird als Vorsitzender der Stadtbühne Vohenstrauß wiedergewählt.
  • 2013: Matthias Winter gibt bekannt, dass er aus beruflichen Gründen sein Amt als Intendant des LTO aufgeben wird.
  • 2014: Frank Kasch wird neuer Geschäftsführer des LTO - Reinhard Kausler wird als Vorsitzender der Stadtbühne Vohenstrauß wiedergewählt - Till Rickelt wird künstlerischer Leiter des LTO