Später Besuch – Dietrich Bonhoeffer Redivivus

Aus Archiv des LTO und der Stadtbühne Vohenstrauß
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Schauspiel von Bernhard Setzwein (URAUFFÜHRUNG)

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Regie - Till Rickelt

9. April - 14. Mai 2016 und 5. - 19. November 2016 - Gedenkstätte Flossenbürg, Begegnungshaus, Theatersaal

20. November 2016 - Waldmünchen, Jugendbildungsstätte


Bedeutender Theologe, Widerstandskämpfer, Märtyrer – Dietrich Bonhoeffer zählt zu den faszinierendsten Persönlichkeiten des Zwanzigsten Jahrhunderts. Jahrelang verfolgte der renommierte oberpfälzer Autor Bernhard Setzwein das Projekt einer szenischen Auseinandersetzung mit der Person Bonhoeffers, das dank der finanziellen Unterstützung der Gedenkstellenarbeit der evang.-lutherischen Kirche in Bayern nun realisiert werden kann und am 9. April 2016, Bonhoeffers einundsiebzigsten Todestag, in der KZ- Gedenkstätte Flossenbürg zur Uraufführung kam.

Zwei Männer. Beide im Widerstand gegen das NS-Regime. Der eine Protestant, der andere Katholik, beide handeln aus tiefster christlicher Überzeugung. Beide landen im Chaos der letzten Kriegstage im KZ Flossenbürg. Der eine stirbt dort qualvoll am Strang, während der andere noch einmal in einen Gefangenentransport prominenter Häftlinge gerät, der schließlich in Südtirol von den Alliierten befreit wird. Der eine wird nach Kriegsende zum Mitbegründer der CSU und ihr erster Vorsitzender, der andere zu einer mythisch-überhöhten Heiligenfigur, zum Symbol für den Widerstand schlechthin – Dietrich Bonhoeffer und Josef Müller, genannt „der Ochsensepp“. Beide eint, dass der konkrete Mensch hinter der zum Symbol verklärten Figur verschwindet. Aber was, wenn sich diese Männer noch einmal träfen, in später, schon traumbereiter Nacht? In einer Zeit entscheidender Weichenstellungen, Ende 1945, in der Gründungsnacht der CSU? Was hätten der eine, dessen Schuld es war, überlebt zu haben, und der andere, der das Nachkriegsdeutschland nicht erleben durfte, sich zu sagen?

Besetzung

Dietrich Bonhoeffer - Hannes Hoffmann

Josef Müller - Gernot Ostermann

Maria von Wedemeyer - Doris Hofmann

Franz Josef Strauß, Wärter - Adrian Stuhlfelner

Kinderstimme - Sina Wührl


Regie - Till Rickelt

Kostüme - Eva Schwab

Bühne - Till Rickelt


Maske - Stefanie Gallitzendörfer

Requisite -Stefanie Gallitzendörfer, Julia Ludwig

Technik - Ralf Grimaldi, Christoph Ertl, Veronika Bartl

Werkstätten - Stefanie Gallitzendörfer, Marco Bäumler (Schreinerei), Julia Ludwig (Malerarbeiten)